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In der Schweiz ist eine Drohne des Startups Matternet abgestürzt. Matternet hatte eine Zusammenarbeit mit der Schweizer Post. Mit dem Projekt sollten Pakete per Drohne versendet werden. Eine dieser autonomen Drohnen hatte nun wohl ein Problem und stürzte ab und dies in unmittelbarer Nähe von Kindern. Bisher wurde die Technologie in Zusammenarbeit mit der Post in verschiedenen Schweizer Städte, unter anderem in Zürich, getestet.

Was macht Matternet?

Das Kalifornische Startup hat sich auf die Lieferung von kleinen Paketen mit autonomen Drohnen spezialisiert und möchte sich als DER Lieferservice per Drohne etablieren. In den USA hat das Unternehmen sogar bereits eine Partnerschaft mit UPS am laufen. Generell hat die Firma für grosse Aufmerksamkeit gesorgt und hat unter anderem ein Investment von Boeing erhalten. Immerhin 16 Mio. USD war dem Flugzeughersteller ein Teil von Matternet wert. Zweifellos sieht Boeing darin viel Potenzial.

Was ist passiert?

Im Mai kam es bei einer Drohne zu einer Fehlfunktion, was das Gerät zum Absturz brachte. Dabei war es nicht das erste Mal, dass es Probleme gab. Interessant ist jedoch, dass die Drohnen von Matternet über einen Fallschirm verfügen. Dieser wurde beim ersten Problem im Januar ausgelöst und die Drohne landete sanft im Zürichsee.

Im Mai kam es nun aber zu einem schlimmeren Absturz, da der Fallschirm offenbar nicht funktionierte. Das bedeutet eine echte Gefahr. Immerhin stürzen so ganze 12 kg ungebremst auf den Boden. Da dies auch noch in der Nähe einiger Kindergärtner passierte, scheint es logisch, dass die Schweizer Post reagieren musste. Es werden daher zurzeit keine Drohnen mehre eingesetzt, bis das Problem gelöst ist.

Matternet hat in der Schweiz bereits mehr als 3000 Drohnenflüge absolviert.

Fehlende Kommunikation

Ein interessanter Aspekt ist auch, dass der Absturz erst jetzt bekannt wurde. Von Seiten des Startups gibt es keine Kommunikation. Weder via der Website noch den Social Media Kanäle wurde das Thema jemals angesprochen. Klar, für Matternet steht viel auf dem Spiel. Sollten andere Partner, wie etwa UPS, abspringen, kann das auch das Aus bedeuten.